Das Mietshäuser Syndikat

Seit den 1990er Jahren gibt es das Mietshäuser Syndikat, das seit dem ständig wächst. Mittlerweile ist es ein Verbund von 193 Hausprojekten und 21 Projektinitiativen. Trotz der bundesweiten Verteilung und Unterschiede in der Wohnlage, -form und der Ausgestaltung des gemeinschaftlichen Wohnens, verbindet die verschiedenen Projekte ein gemeinsames Ziel- solidarischen, bezahlbaren Wohnraum dauerhaft zu ermöglichen.


Dies funktioniert so: eine Gruppe, die ein Haus nach Modell des Mietshäuser Syndikats bewohnen möchte, gründet einen Hausverein. Der Hausverein trifft alle Entscheidungen, die bei der Selbstverwaltung des Hauses anfallen. Alle Mieter:innen sind Mitglied in ihrem Hausverein und treffen so die Entscheidungen. Vor Erwerb des Hauses gründet der Hausverein zusammen mit dem Mietshäuser Synikat eine GmbH. Dieser GmbH gehört das Haus. Das Haus ist insofern kein Privatbesitz, sondern gehört quasi sich selbst. Die Mieter:innen übernehmen die Selbstverwaltung.


Im Ergebnis entsteht durch die beschriebene Beteiligung des Syndikats an den Haus-GmbHs ein Verbund selbstorganisierter Hausprojekte, die sich der Idee des Solidartransfers von Altprojekt zu Neuprojekt verpflichtet haben. Die generelle Autonomie der Projekte wird durch ein Vetorecht des Mietshäuser Syndikats gegen Zugriffe auf das Immobilienvermögen eingeschränkt, um eine mögliche Reprivatisierung und erneute Vermarktung der Häuser zu blockieren.

Das Mietshäuser Syndikat als Bindeglied bildet das stabile organisatorische Rückgrat des Verbundes, in dem sich ein vielfältiges Geflecht von Beziehungen, auch direkt zwischen den Projekten, entwickelt und Kommunikation und Solidartransfer ermöglicht werden.


Für mehr Infos:
https://www.syndikat.org/de/


Und ein Link zu der sehr schönen Doku „Das ist unser Haus“
https://www.syndikat.org/de/video/